A-Wurf-Treffen am Plauer See


 

7. August 2018

 

Schon seit fast einem Jahr ist es geplant, das Wiedersehen von Mama Chica mit ihren A-Kindern Aiko, Aluna und Amber samt deren Menschen am letzten Juli-Wochenende. Ivo und Binti müssen natürlich auch mit von der Partie sein.

Während Aiko mit seiner Familie schon seit einer Woche am (und im) Plauer See Urlaub macht, gehen wir früh morgens am 28. Juli auf die Reise ins weit entfernte Mecklenburg-Vorpommern.

Obwohl es ein Samstag in der Hauptferienzeit ist und daher nicht allzu viele LKWs unterwegs sind, staut sich natürlich alles auf der A1 bei Bremen...

Irgendwo steht ein Klübchen orange gekleideter Männer mit den Händen in der Tasche diskutierend beisammen, während ein einzelner Bauarbeiter sein Schäufelchen schwingt und ein wenig Splitt über die Fahrbahn streut...

Die seit Wochen andauernde Hitze setzt wohl nicht nur uns zu.

Trotz allem erreichen wir unser Ziel am frühen Abend rechtzeitig zum Grillen beim Ferienhaus von Aikos Menschen. Auch Aluna und Amber sind schon eingetroffen, und so gibt es ein fröhliches Wiedersehen bei Menschen und Hunden.

Die Nachbarn staunen nicht schlecht, als plötzlich statt einem Eurasier sechs auf der Terrasse herumwuseln.

Ob sie sich wiedererkennen? Wir sind nicht so ganz sicher, aber manchmal scheint es uns , als gäbe es ein plötzliches Erinnern, einen Laut, einen Geruch, eine Bewegung, die dem einen oder anderen Vierbeiner "alte Zeiten" ins Gedächtnis bringt.

Aiko jedenfalls versucht sehr interessiert, aber mit aller Vorsicht, sich seiner Schwester luna zu nähern.Aber das kann natürlich auch andere als geschwisterliche Motive haben...


Alle werden hervorragend bewirtet, ganz besonders Aikos Herrchen ist voll in seinem Element! Kein Mensch (und schon gar kein Hund) kommt zu kurz, ob am Tisch oder darunter. Lediglich Amber scheint schon gesättigt zu sein und beobachtet nun, was sich rundherum tut.


 

 

 

 

 

 

Da eine Bootstour mit so viel "Besatzung" nicht möglich wäre, ziehen wir am Sonntagmorgen los in den Plauer Stadtwald. Anfangs spendeten die hohen Bäume reichlich Schatten, aber nach und nach wurde der Bewuchs spärlicher und wir kamen in den vollen "Genuss" der Sonne.

 

 

Die beiden hier - 

natürlich Binti und Chica - planen offenbar mal wieder eine Extratour.

Und richtig,während wir noch Ivo in der Suhle beobachten

und hoffen, dass er das Schlammwasser nicht direkt bei uns von sich schüttelt,

machen sie sich klammheimlich vom Acker...

Herrchen muss mal wieder hinterher und beide im nächsten Wald hinter dem Hügel einsammeln. 

Es ist wie bei den Kindern: Einzeln sind sie meist lieb und brav, aber wehe, sie rotten sich zusammen!


 

 

 

Als krönenden Abschluss des Spaziergangs gibt es dann noch ein Foto fürs Familienalbum.

 

 

 

 

 

von links:

Ivo, Binti, Chica, Amber, Aiko und Aluna.

 

Man muss richtig aufpassen, die Mädels sehen sich doch recht ähnlich.

 

 

 

Und: Man sieht wieder mal, wie schwierig es ist, (fast) schwarze Hunde

so zu fotografieren, dass man mehr als dunkle Schatten erkennt...

 

 

 

Zurück am See,

geht es noch einmal zum Abkühlen an die Hundebadestelle -

ja, auch Menschen dürfen dort,

und es ist genauso sauber

wie am Menschenstrand!


Nachdem die "Berliner" Aluna und Amber am Sonntagabend leider schon abreisen mussten, haben wir noch eine Woche Urlaub vor uns, natürlich fast nur bei strahlendem Sonnenschein.

Beim Morgenspaziergang geht es gleich an den See, sehr zur Freude von Ivo, Chica und Binti, die sich immer mehr mit dem nassen und vor allem kühlenden Element anfreunden. An vielen Stellen können sie vom Weg aus direkt ins Wasser springen und die Füße baden oder miteinander toben.



Der "Pfad der schlafenden Steine" ist dann doch eher für uns Menschen interessant. Ein große Schautafel erklärt dazu:

 

Den Plauer See gibt es bereits seit der letzten Eiszeit,welche die gesamte Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns formte. Kilometerdickes Eis ging auf Wanderschaft. Vor etwa 30.000 Jahren begann das skandinavische Inlandeis die gesamte Region bis nach Berlin zu bedecken. Man kann sich kaum vorstellen, welche Kräfte auf die Erdoberfläche gewirkt haben müssen.

Vor 15.000 Jahren wurde das Eis durch die einsetzende Erwärmung zurückgedrängt. Zurückgeblieben sind Urstromtäler mit vielen Flüssen, hügelige Endmoränengebiete und vor allem die Mecklenburgische Seenplatte, ein Verbundnetz aus "Tausend Seen".

Als besonders bekannt gelten die die Mecklenburg-Vorpommern häufig zu sehenden "Findlinge".

Diese doch recht großen Feldsteine wurden mit den riesigen Gletschern der Eiszeit hierher gebracht.

Aus heutiger Sicht kann man als Bewohner der Region nur immer wieder sagen:

 

"Danke, liebe Eiszeit, für die Erschaffung dieser schönen Gegend!"

Schließlich kommt der Tag der Wahrheit: 

Einsteigen ins Boot ist angesagt, um eine Tour über den See zu unternehmen. Da Wasser immer noch keine Balken hat und Boote zu schwanken pflegen, ist das für unsere drei kein leichtes Unterfangen. Am Ende werden sie alle an Bord getragen(!), die Mädels mit stillem Entsetzen in den Gesichtern, Ivo mit lautem Protestgezeter. Man könnte meinen, es ginge ihm ernstlich an den Kragen...

Einmal an Bord, beruhigt sich die Lage schnell. Ivo (rechts unten) braucht zwar eine ganze Weile, bis er es wagt, übers Wasser zu blicken, aber die beiden Damen haben bald ihren Schreck überwunden und gucken sich neugierig um, allmählich den frischen Fahrtwind genießend. Die frechen Möwen haben sie dabei immer im Blick, so dass Herrchen lieber die Leinen in der Hand behält, um überraschende Manöver auszuschließen...


 

 

 

Am Donnerstag geht's dann auf große Fahrt Elde abwärts. Eigentlich wollten wir bis Lübz fahren, aber Aufenthalte an den verschiedenen Schleusen und die Einschätzung der Fahrzeiten lassen uns nicht so weit kommen, schließlich müssen wir rechtzeitig in Plau zurück sein, solange an der Hubbrücke noch Dienst getan wird.

 

Diesmal gibt es beim Einsteigen schon viel weniger Probleme, nur Ivo braucht noch etwas Zuspruch und Hilfestellung. Die Damen hüpfen höchst selbständig an Bord...

So beginnt eine vergnügliche Flussfahrt, von der die folgenden Fotos einen kleinen Eindruck geben sollen:

Wir kommen wieder!